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Amerikanische Faulbrut in Löhne

Imker werden

Vergleich Biene – Wespe – Hornisse

Amerikanische Faulbrut in Löhne

Allgemeines

Jüngst wurde bei einem Imker die Amerikanische Faulbrut in Löhne festgestellt. Dabei handelt es sich um einen für die Brut der Bienen hoch ansteckenden, den Menschen jedoch ungefährlichen Erreger. Er führt zum Absterben der Bienenbrut.

Sie können den Honig aus diesen Völkern dennoch bedenkenlos essen.

Die Krankheit ist anzeigepflichtig.

Infektion

Die Infektion kann vom Grundsatz bei jedem Imker passieren. Insofern brauchen Sie sich nicht zu scheuen, einen Krankheitsverdacht oder Ihre Völker an uns zu melden.

Sollten Ihre Völker in der jüngeren Vergangenheit/aktuell innerhalb des offiziellen Sperrbezirks gestanden haben/stehen, sind Sie verpflichtet, Ihre Völker unverzüglich beim Kreis Herford, Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Amtshausstraße 6, 32051 Herford (Tel.: 05221/13-1641, Fax.: 05221/13-1614, eMail: veterinaeramt@kreis-herford.de) zu melden.

Es gibt mehrere Infektionsquellen, auf die ein Imker keinen Einfluss hat: Leere Honiggläser (auch solche aus dem Supermarkt) können – sofern Sie nicht sauber ausgespült sind – eine Infektionsquelle für Bienenvölker sein. Die Infektion findet leicht an Glascontainern statt, in denen Bienen im Spätsommer und Herbst in der blütenarmen Zeit gern mal nachsehen, ob sie dort noch etwas Honig finden. Auch eine Infektion von Volk zu Volk ist möglich, wenn z.B. Bienen Honig in anderen, infizierten Völkern rauben.

Andererseits gibt es natürlich auch Risikofaktoren aus dem Verantwortungsbereich des Imkers. Diese Faktoren sind zum Beispiel der Zukauf von Völkern ohne Gesundheitszeugnis, Wanderungen mit Völkern oder mangelnde Wabenhygiene.

Folgen für die Imker in Löhne und der Umgebung – Sperrbezirk

Mit dem Nachweis der Amerikanischen Faulbrut in Löhne steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch Ihre Bienen mit der Krankheit anstecken.

Um dieses zu verhindern, hat der Kreis Herford als Veterinärbehörde um die betroffenen Bienenstände einen Sperrbezirk eingerichtet. Dort gibt es besondere Regeln zum Zu- und Abwandern von Bienen aus dem Bezirk. Ferner gibt es Verpflichtungen, Beprobungen Ihrer Völker zu dulden. Dieses geschieht neben einer visuellen Kontrolle der Brut auch durch eine Beprobung der Futterkränze.

Die offizielle Karte des Sperrbezirks können Sie hier einsehen.

Umgang mit der Krankheit / Heilung / Sanierung

Das Kreisveterinäramt berät Sie gern im weiteren Umgang mit der Krankheit.

Ein befallenes Volk muss trotz Infektion nicht zwingend getötet werden. Häufig ist eine Heilung durch verschiedene tiefgreifende Maßnahmen („Kunstschwarm“) möglich. Details dazu werden gemeinsam mit dem Bienensachverständigen unseres Vereins und dem Veterinäramt des Kreises Herford festgelegt.

Meldung von Völkern

Es ist von großer Wichtigkeit, dass wir alle Völker, die in der jüngeren Vergangenheit oder aktuell im Sperrbezirk und der näheren Umgebung dessen gestanden haben (und vielleicht vor kurzem aus diesem zu einem anderen Bienenstand herausgebracht wurden) erfassen. Dieses dient dazu, mögliche Infektionswege lückenlos nachzuvollziehen. Dieses erleichtert eine umfassende Probennahme aus den potentiell gefährdeten Völkern. Nur wenn wir wissen, wo kranke Völker stehen oder standen, können wir und Sie die Krankheit für Sie und andere Imker wirksam und nachhaltig bekämpfen. Damit wird vermieden, dass die Krankheit vielleicht unerkannt überdauern kann und eine längerfristige Infektionsquelle für andere Völker darstellt.

Sollten Ihre Völker in der jüngeren Vergangenheit/aktuell innerhalb des Sperrbezirks gestanden haben/stehen, sind Sie verpflichtet, Ihre Völker unverzüglich beim Kreis Herford, Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Amtshausstraße 6, 32051 Herford (Tel.: 05221/13-1641, Fax.: 05221/13-1614, eMail: veterinaeramt@kreis-herford.de) zu melden. Dieses gilt auch für herrenlose Bienenschwärme, die „wild“ in einer Baumhöhle etc. wohnen.

Leider sind nicht alle Bienenhalter in einem Imkerverein organisiert oder sie haben versehentlich ihre Bienenstände nicht beim Veterinäramt des Kreises Herford angemeldet. Auch „wilde“ Völker (Schwärme) sind in der Regel nicht erfasst. Dieses erschwert die Bestandsaufnahme der Völker in den Bezirken und macht Ihre Mithilfe wichtig.

Vorteile der Vereinsmitgliedschaft bei Amerikanischer Faulbrut

Wenn Sie Mitglied bei uns im Verein sind, profitieren Sie von einem Netzwerk erfahrener Imker zum Umgang mit der Seuche, der Desinfektion von Gerätschaften und dessen Vermeidung.

Kontaktieren Sie uns gerne bei Interesse an einer Mitgliedschaft. Nähere Infos dazu können Sie hier nachlesen.

Entschädigungen

Wenn Sie Ihre Völker entsprechend der gesetzlichen Verpflichtungen bei der Tierseuchenkasse der Landwirtschaftskammer angemeldet haben, und Maßnahmen behördlich angeordnet sind, wird Ihnen ein möglicher Schaden durch diese ersetzt.

Der Verein

Der Imkerverein Löhne besteht zur Zeit aus 48 Mitgliedern aller Altersklassen aus Löhne und Umgebung. Wir lieben die Haltung und Förderung von Bienen und Insekten.

Wir sind ein Zusammenschluss von Imkern unter dem Dach des

Kreisimkervereins Herford im

Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e.V. .

Wir treffen uns ca. 5-6 x im Jahr in der Gaststätte Restorante Rondinella, (Wibbeltstraße 20, Löhne – jeweils um 20.00 Uhr) zu Veranstaltungen rund um das Thema „Honig- und Wildbiene“.

Haben Sie auch Interesse an der Bienenhaltung ? Wir unterstützen Sie gerne bei den ersten Fragen und Schritten.

Imker werden – warum ?

Kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie unsere Versammlungen.

Gerne zeigen wir Ihnen auch unsere Bienenvölker.

Hier finden Sie eine Karte mit ausgewählten Imkern in Ihrer Nachbarschaft.

Karte mit Imkern in Ihrer Nachbarschaft

Die Bienen

Bienen (Wild- und Honigbienen) sowie andere Insekten sind mit ihren Bestäubungsleistungen (und als Nahrungsgrundlage für andere Tiere) wichtige Elemente des ökologischen Netzes dieser Erde. Der Imkerverein Löhne hat sich der Förderung dieser Insektengruppe verschrieben.

Bienen produzieren nebenbei große Mengen leckeren Honigs und anderer nutzbarer Produkte wie Wachs, Propolis oder Gelee Royale. Ein Teil dieser Produkte können Sie bei Vereinsmitgliedern in Ihrer Nachbarschaft erwerben.

Wild-und Honigbienen sowie andere Insektengruppen müssen zunehmend größere Herausforderungen unserer Umwelt meistern. Darin wollen wir sie unterstützen.

Wir beschäftigen uns dabei vorrangig mit Bienen der Carnica- und Buckfast-Honigbienen-Rassen (und Kreuzungen derer). Wir verlieren aber auch andere Insektenarten und deren Nahrungspflanzen nicht aus dem Blick.

Wildbienen leben und nisten häufig einzeln oder kleinen Gruppen. Sie nutzen kleine Löcher, Ritzen oder Spalten, um Ihre Brut großzuziehen. Dabei werden diese Brutröhren mit einzelen oder wenigen Eiern sowie Nahrungsvorräten bestückt. Flugaktivität durch Wildbienen sehen Sie im häuslichen Umfeld in der Regel nur kurz während der Eiablage und Ausstattung der Brutröhren. Eine dauerhafte „Belästigung“ durch Wildbienen gibt es in der Regel nicht.

Honigbienen – wie auch Wespen, Hornissen, Hummen oder Ameisen – hingegen gehören zu den staatenbildenden Insekten. Ein Honigbienen-Staat mit vielen Individuen kann in Form eines Bienenschwarms unerwartet in Ihrem Garten auftauchen.

Ein Bienenschwarm in Ihrem Garten kann für Sie oder Dritte der Einstieg in die Imkerei sein. Lesen Sie dazu hier mehr und melden Sie ihn uns oder der Feuerwehr.

…mehr zu Bienenschwärmen…

Bienenvölker oder -Schwärme aus Ihrem häuslichen Umfeld können wir bei Bedarf gerne umsiedeln. Bei Hummeln, Wespen oder Hornissen ist dieses schwieriger und nicht angeraten. Wir empfehlen, diese an Ort und Stelle zu belassen, da sich diese Staaten ab dem Spätherbst auflösen und verschwinden. Im Gegensatz zu den Bienen überwintern hier nur die Königinnen. Die Arbeiterinnen sterben im Herbst. Die Königinnen gründen im kommenden Jahr an anderer Stelle ein neues Nest. Daher haben Sie diese Insektenstaaten nur kurz in Ihrer Nachbarschaft.

Befinden sich die Insekten schon geraume Zeit in Ihrem Garten oder Haus, Sie sind sich aber nicht sicher, ob es sich tatsächlich um Bienen oder Wespen oder Hornissen handelt, können Ihnen diese Hinweise bei der Unterscheidung helfen:

Bienen, Wespen oder Hornissen ?

Natürlich gibt es eine Vielzahl von anderen Insektenarten, die Sie theoretisch mit Bienen oder Wespen/Hornissen verwechseln können. Diese täuschen durch ähnliche Form und Zeichnung – Mimikry genannt – eine tatsächlich nicht vorhandene Gefährlichkeit vor. Beispiele sind Käfer, Schwebfliegen oder Schmetterlinge uvm.:

Bienenschwarm melden

Die natürliche Vermehrungsstrategie von Bienenvölkern ist die Bildung von Bienenschwärmen. Imker versuchen, das Entstehen von Bienenschwärmen zu vermeiden. Manchmal gelingt dieses nicht und ein Bienenschwarm lässt sich in Ihrem Garten nieder. Den Bienenschwarm melden Sie uns oder der Feuerwehr möglichst kurzfristig. Nehmen Sie hier Kontakt auf.

Wir kümmern uns um die weitere Versorgung und das Einfangen des Schwarms.

Wespen- oder Hornissennester werden von uns nicht beseitigt. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an die örtliche Naturschutzbehörde, die beratend tätig ist. Im Bereich der Stadt Löhne ist der Kreis Herford, Untere Naturschutzbehörde, Tel. 05221 / 13-0 zuständig.

Näheres dazu und Tipps zum Umgang mit Bienenschwärmen lesen Sie hier.

Bienenschwarm melden

Die Produkte

Nicht nur unsere Bienen begeistern uns – auch deren Produkte: Die Bienen unserer Imker produzieren unter anderem leckeren Honig aus Blüten dieser Region. Einzelne Imker fahren mit Ihren Bienen auch zu ausgewählten Orten in Deutschland. Dort produzieren sie besondere Sortenhonige (z.B. Robinienhonig). Honig ist nur eins von verschiedenen Produkten aus dem Bienenvolk. Dieser unterliegt hohen Qualitätsanforderungen.

Bienen stellen auch andere Produkte wie Blütenpollen, Wachs und Propolis her. Fragen Sie Ihren Imker in der Nachbarschaft gern nach diesen Erzeugnissen. Oder vereinbaren Sie einen Termin, um beim Honigschleudern live dabei zu sein. Dabei können Sie Honig direkt aus der Wabe probieren.

Viele Imker füllen Ihren Honig unter dem Markenzeichen „Echter Deutscher Honig“ des Deutschen Imkerbundes ab und beachten dabei die hohen Qualitätsanforderungen des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.). Manche Imker füllen unter Beachtung der Honigverordnung in individuell gestaltete Gläser mit eigenem Etikett ab. Allen ist jedoch gemein, dass die Honige -bis auf wenige Sortenausnahmen- aus Löhner Blüten entstammen. Vielleicht haben die Bienen auch Nektar aus Ihrem Garten schon zu etwas Honig verarbeitet…

Einige Imker unseres Vereins ernten so viel Honig, dass sie nicht nur ihre Familien oder Freunde und Arbeitskollegen damit versorgen, sondern diesen auch an sie verkaufen. Auf dieser Karte finden Sie ausgewählte Mitglieder des Vereins in Ihrer Nachbarschaft mit Beschreibung des aktuellen Honigangebots:

Karte honigverkaufender Imker

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